Sie hat es schon wieder getan- übergriffige Mutter

Ich dachte, ich hätte darüber schon mal geschrieben, aber ich finde gar nichts zum verlinken. Wahrscheinlich alles privat.

Meine Mutter…mir fehlen die Worte um sie zu beschreiben. Sie ist einfach krank und böse. Alles was sie wirklich gut beschreibt, alles böse was sie mir tagein tagaus bewußt antut hab ich hier noch gar nicht öffentlich niedergeschrieben. Einzig diese beiden eher seichten Beiträge schrieb ich hier mal über sie. Viel zu viel Luschikram um sie wirklich gut zu beschreiben, aber lest selber.

https://andersfamilie.wordpress.com/2015/01/27/ubergriffige-mutter/

https://andersfamilie.wordpress.com/2014/10/09/50/

Diese meine Mutter hat vor ca. nem Jahr meinem Kind ohne mich zu fragen die Haare abgeschnitten. Sie ist schließlich der Frisör und hat ja voll Ahnung usw. Sowas hat sie solange ich denken kann schon mit allen Kindern veranstaltet die bei uns ein oder ausgingen. Wenn die Eltern gesagt haben nur Spitzen schneiden und nicht dabei waren, hat sie immer Heimlichkeiten mit dem Kind gemacht und ihm ne neue Frisur verpaßt die sie ihm vorher fleißig eingeredet hat. Die wurde dann hinterher mit Spangen vertuscht. Hinterher war sie es dann nie gewesen, alle irrten immer nur wenn sie dachten da wäre zuviel ab. Das wäre sicher nur der Wirbel der jetzt anders fällt und was sie da immer alles noch rumgelogen hat. Damals vor 1 Jahr war mein Kind dran als es mal bei OmaOpa schlief. Das gab ein riesen Drama. Einerseits mein heulendes Kind aufzufangen, daß sich selber massivst vorwarf vor lauter Hilflosigkeit ja gesagt zu haben zu etwas das sie gar nicht wollte und andererseits meine unbändige Wut auf diese Frau, die Stein und Bein hinterher behauptete sie hätte nichts abgeschnitten und mir dann sogar noch die Worte im Mund umdrehte. Hinterher stand ich als die Böse da. Haare einfach so abschneiden wäre ja Körperverletzung und wie könne ich ihr sowas bloß vorwerfen. Das eigene Kind wirft ihr sowas vor. Das war so schlimm daß der Gatte und ich nach langem Gegrübel über Kontaktabbruch beschlossen daß unser nie wieder alleine dort hinfahren wird. Denn das ist für mich Körperverletzung. Tja, hätten wir uns mal dran gehalten mit dem nie alleine dahin. Irgendwie schaffen sie es immer wieder dann doch alleine an das Kind zu kommen und unsere internen Absprachen auszuhebeln. Wir haben nämlich keinerlei Babysitter und brauchen diese Pausen so dringend, wir hassen es dort zu sein und andererseits hat unser Kind oft große Sehnsucht nach den Großeltern und wünscht sich sehr, mal dort zu übernachten.

So auch diesmal. Da war sie wieder diese Situation. Das Tochterkind wollte uuuuuunbedingt mit den Großeltern auf den Weihnachtsmarkt, nachdem es von Oma mit unzähligen Weihnachtsmarktfotos richtiggehend gelockt wurde. Wir hatten am Wochenende Besuch, erwarteten viele kinderlose Gäste und es war eigentlich total praktisch wenn sie nicht doof danebensteht. Außerdem hat sie direkt danach Geburtstag und das wäre wirklich toll zum vorbereiten. Außerdem lief es doch in letzter Zeit immer so gut und friedlich…Tja, wieder in die Falle getappt. Kind zu OmaOpa gebracht. Ein schönes Wochenende gehabt.

Kind mit „abbe Haare“ wieder abgeholt. SCHOCK!!!

Die tollen langen Haare die nach der Aktion vor einem Jahr nun endlich wieder lang waren und halbwegs passten. Die Haare mit denen wir eine tolle Eisköniginfrisur zum Kindergeburtstag vorhatten. Haare die endlich wieder so lang waren daß der vom Kind verhaßte superdünne Flechtzopf endlich wieder dicker wurde, Haare die endlich nicht mehr im Gesicht hingen und mit 1000 gehaßten Spangen gehalten werden müssen. Diese Haare sind nun massiv kürzer und mit fetten Stufen und Pony drin. Das hab ich leider erst später gemerkt, weil der Vater sie abholte und natürlich wieder alles schön mit Spangen kaschiert wurde. Sonst hätt ich vor Ort direkt was gesagt. Das Kind sagt, Oma hätte gesagt die Haare wären ganz doll kaputt und die würden alle anderen Haare anstecken wenn sie die nicht sofort abschneidet. Schließlich kenne sie sich ja aus als Frisör und was weiß ich nicht mit welchen Horrorszenarien sie noch gedroht haben mag. Kind behauptet es hätte gesagt, Oma solle erst die Mama fragen aber irgendwie hat sie sich dann breitschlagen lassen. Hier zu Hause heult sie nun die ganze Zeit und ich weiß ganz genau warum sie heult. Es sind nicht nur die Haare. Das war wie eine Vergewaltigung bei der das Opfer nicht weiß daß es eines ist und hinterher selber schuld ist, weil es schließlich ja gesagt hat. Ich kenne das Gefühl als Tochter dieser Person zu gut. Ich habe täglich solche Dinge über mich ergehen lassen müssen. Ich bin nun wo es mein Kind betrifft schwerst getriggert und so wütend daß ich im gegensatz zum Gatten bei dem Thema komplett durchdrehe und nun total ausgelaugt und hilflos bin. Selbst mein Körper streikt seit dem auf einmal und hat beschlossen krank zu werden.

Gestern habe ich es gesehen, heute hat meine Tochter Geburtstag, den schönsten Tag ihres Lebens  und gleich kommt meine Mutter als Gast. Sie wird das Kind vor allen anderen theatralisch mit Geschenken überhäufen die natürlich mehr sein werden als von allen anderen Familienmitgliedern und ich habe das Gefühl nur noch zusehen zu können und nur noch schwarz oder weiß reagieren zu können. Wie gespiegelt, denn eigentlich ist es meine Mutter die nur die beiden Variianten kann, nicht ich.  Mittelwege kann ich aber in ihrer Anwesenheit nicht, obwohl ich sonst ein Profi der Reaktionsvariationen bin. Ich kann es schon gar nicht heute, wo ich eh vom Socialisingwochenende ohne Ruhe danach, Vorbereitungsstreß und beginnendem Kranksein sehr angeschlagen bin. Ich kann heute nun alles herunterschlucken, mir schaden und so tun als wäre nichts um nen Tag später ein Faß aufzumachen was dann ja viel zu spät ist und nicht zieht oder ich kann total durchdrehen und meinem Kind schaden und ihm den Tag versauen und doch nichts damit erreichen außer dem schwarzen Peter vor versammelter Mannschaft. Halb durchdrehen, oder ernsthafte Gespräche kann ich nicht. Nicht mit DER! Nicht heute!

Es gibt heute einfach kein richtig und kein falsch und ich tendiere zum Klappe halten, Konsequenzen ziehen, sich endlich mal dran halten.

Wahrscheinlich werde ich mir genau das dann vorwerfen. Ich wäre gerne die Mutter die wie ein Tier kämpft für Recht und Gerechtigkeit. Das mache ich auch ganz oft, aber dieser eine Mensch der mich geboren hat, bei dem geht das nicht. Da bin ich durch pure Gegenwart Kleinkind und wehrlos und auch wenn ich es klar sehen kann was da passiert, bin ich doch hilflos. Mach doch einfach mal geht da halt nicht und Kontaktabbruch kann ich (noch) nicht.

Es ist in meinen Augen definitiv falsch auf ihren Kriegsschauplatz zu ziehen, denn genau das will sie ja. Da ist sie der Held der alles niedermetzelt und ich habe nie gegen sie kämpfen gelernt. Duckmäuser spielen ist aber genauso falsch. Neutral, ruhig, abgeklärt wäre wahrscheinlich toll aber das kann ich nicht. Nicht bei meinen kleinen privaten Triggerthemen.

Ich hasse mich dafür! Ich habe schon soooo viel geschafft und ich will endlich dieses letzte kleine Stückchen Ablösung vom Elternhaus bewältigen können.

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Tag 4, geplantes Abschalten und Prozeß erfolgreich gestoppt \o/

Ich weiß nicht warum, aber es geht mir grade blendend. Der Auslösetriggerbesuch ist ohne Schwierigkeiten überstanden und meine fast schon gute Laune hält sich beständig. Ich fühle mich sogar richtig tiefenentspannt und glaube nicht, daß da heute noch was größeres kommt, wie ursprünglich vermutet. Naja, eigentlich weiß ich schon warum das so ist, denn ich habe gestern morgen aus schierer Not noch arg an mir gearbeitet. Mir ging es gestern noch richtig doof und aus reiner Not heraus und Angst vor dem was sonst passieren wird mit meinem dämlichen Timing hab ich mit letzer Kraft noch einmal meinen geistigen Notfallkoffer geplündert. Ich bin ja kein Fan von Schleichwerbung, aber wenn etwas so richtig arg toll weil einfach und hoch wirksam ist, muß ich es einfach erwähnen. Also Schleichwerbung an: Danke Emoflex! Danke an Johannes F. W. Drischel daß ich diese geniale Technik von dir erlernen durfte und nun eine top Methode in meinem Notfallkoffer immer dabei haben darf was mir wirklich superschnell, einfach und effektiv hilft, bzw. mir selber zur Selbsthilfe so gut dient. Ich bin schwer begeistert und absolut überzeugt davon und finde daß jeder Mensch genau das auch lernen sollte um es in sein Notfallköfferchen zu packen. Ist fix gelernt, kann glaub ich wirklich jeder selber bei sich anwenden und hilft echt ohne viel Tamtam und Zeitaufwand enorm.

Was habe ich also gemacht um den Prozess aufzuhalten? Ich habe die ganzen Tage schon daran gedacht daß ich ja seit kurzem durch meine Emoxflex Fortbildung ein richtig tolles Werkzeug besitze was mir dabei hilft wieder frei von bedrückenden und belastenden Gefühlen und so Kram zu sein und eigentlich funktioniert es wirklich immer. Schleichwerbung aus. Man muß das was hilft nur tun und daran hapert es bei mir meistens. Dinge „einfach“ zu tun. Ich habe manchmal nicht die Kraft und den Gedanken daran und daher nutze ich all die tollen Dinge in meinem Notfallköfferchen immer noch viel zu selten. Ich habe manche Tage das Gefühl daß ich in das totale Aus irgendwie direkt reinwill weil es mir hinterher so gut tut und dann mag ich diese Prozesse die dazu führen auch nicht immer aufhalten. Ich habe nämlich generell ein eher positives Verhältnis zu all dem Overload/Meltdown/Shutdownkram, solange mir das Außen erlaubt so zu sein und es fließen zu lassen. Es ist nicht immer schön wenn man mitten drin steckt, aber es gehört zu meinem Leben dazu und es ist wohl irgendwie immer mal nötig. Nur leider darf ich mir das als Mensch mit großer Verantwortung über andere Menschen nicht einfach mal so immer erlauben. Ich kann nicht beim Autofahren einfach mal drauflosmachen oder wenn ich grade mein Kind irgendwo abholen muß, bei Patienten bin, lebensnotwendige Dinge erledige etc. Ich bin also immer versucht es zu verdrängen weil es grade mal wieder nicht paßt. Gestern war es wieder mal dringend nötig einen Riegel vorzuschieben weil ich wirklich millimeterweit vom Aus stand, welches ich mir situativ nicht erlauben durfte zu dem Zeitpunkt. Wie es immer so ist hab ich dabei aber zuallererst an andere, also meine Tochter gedacht, die in perfekter Spiegelung meiner Person parallel gleich heftig mit abzudrehen schien. Fürs Sorgen machen und irgendwie schuldig fühlen reichte es dann noch bei mir. Ich hab mir gedacht, ich muß was tun und ich weiß ja wie es geht…probiere es doch mal einfach aus mit ihr. Wenn es hilft, hilft es und wenn nicht hab ichs wenigstens versucht. Das Kind ist erstmal wichtiger als ich. So haben wir losgeflext.  Es hat glaub ich tatsächlich recht gut geholfen, wenngleich sie die Technik auch für sich selber sehr arg abgewandelt hat. Zum Glück ist mein Kind ziemlich schlau und sagte hinterher mit Nachdruck zu mir: jetzt aber du auch Mama. Und da bin ich Doofie überhaupt erst drauf gekommen mal selber mitzumachen. Also haben wir beide zusammen schön emoflexierend an unseren inneren Brocken gearbeitet und was soll ich sagen, alles ist wieder schick und ich heilefroh daß es so gut geklappt hat. Seltsam, ich wundere mich immer daß Dinge funktionieren bei mir von denen ich eigentlich 100% weiß daß es funktionieren wird. Ich lerne es einfach nicht darauf zu vertrauen. Egal, so kann ich mich zumindest immer wieder selber überraschen mit positiven Ergebnissen die ich feiern kann.

Was lernen wir aus dem ganzen Kram liebe Frau Anders? Einen Notfallkoffer sollte man auch mal benutzen anstatt ihn als Deko nett irgendwo hinzustellen und daneben rumzujammern.

Prokratinationspost

Im Hause Anders ist es derzeit ganz still, aber nur virtuell. Im echten Leben da draußen wirbelt und tobt es vor sich hin, daß es eine wahre Pracht ist und ein Ereignis jagt das Nächste in unerbittlichem Tempo. Und da ich eine riesige Menge an wirklich lebensnotwendig dringendsten Dingen zu prokrastinieren habe, schreib ich natürlich ausgerechnet jetzt mal wieder was statt wichtigeres zu tun.

Aber das ist eine Sache die ich in letzter Zeit bei mir geändert habe. Ich arbeite einfach nicht mehr, wenn der Flow fehlt und mache das was irgendwie flowiger erscheint und mir in den Situationen quasi zufällt. Ganz oft ist das aufräumen (ja, ich, als alte Chaosqueen!!!) oder eben schreiben, Internet surfen, lesen… Ich quäle mich jetzt nicht mehr damit damit Dinge zu tun, wenn ich es grade nicht „kann“ nur weil grade die passende Zeit dafür ist und es morgen nicht mehr gehen würde. Also zumindest soweit es möglich ist, im Job und als Mutter geht das manchmal halt nicht, aber es gibt noch genug Dinge bei denen das gut möglich ist und ich gestatte mir notfalls auch bis zum allerletzten Moment zu warten an dem eigentlich alles zusammenbricht um dann wie ein Phönix aus der Asche emporzusteigen und meine Superkräfte auf den Tisch zu packen um dann doch noch alles zu schaffen. Wahrscheinlich brauche ich den Flow der Prokrastination als Antrieb um dann die wirklich wahren Superkräfte entwickeln zu können. Zumindest passiert es immer und immer wieder genau so. Langsam schaffe ich es auch, mir selber in dem Thema zu vertrauen daß genau das auch wieder eintreten wird. Selbst wenn vorher keinerlei Anzeichen zu sehen sind daß ich mich überhaupt jemals nochmal aufraffen könnte. Das ist echt schwer, in sich selber zu vertrauen obwohl man sich ja eigentlich schon ganz gut kennt. Aber ich in dem Thema bin noch nie von mir selber enttäuscht worden und ich glaube fest daran daß ich sowieso ein Glückskind bin daß aus jeder noch so großen üblen Situation wieder rauskommt um was Gutes draus zu ziehen. Einfach nur weil ich es kann und wohl auch irgendwie voll drauf habe, wie meine Oma immer sagte, aus Schiet Böngers zu machen. Ich habe es wirklich immer irgendwie geschafft aus unschaffbaren Dingen in den krassesten Variationen halbwegs unbeschadet herauszukommen. Da kann ich doch die 2 Tage Steuerabgabefrist bei komplett nachzuholender Buchhaltung und Fahrtenbuchnachgeschreibe (danke liebe Zettelsammlung) für 1 Jahr, bei der parallelen Betreuung eines Welpen und eines Kleinkindes mal schnell durch Bloggeschreibe in der einzig freien Stunde in denen alle schlafen prokrastinieren.

Fühlt sich trotzdem sehr gewagt an. Egal, ich KANN es ja grade eh nicht tun, also was solls…

Eigentlich wollte ich euch auch berichten was ist in der Zwischenzeit passiert ist. Also wir haben jetzt einen Wuffi mit dem wir 2 Wochen gleich nach Abholung im Urlaub auf Hiddensee waren. Ein kleiner schwarzer Labrador mit großen braunen Augen. Es ist superanstrengend aber mindestens nochmal doppelt so schön endlich wieder einen Hund in unserem Hause zu haben. Das hat mir die letzten Jahre soooo sehr gefehlt und man kann gar nicht beschreiben was ein Hund mit einem durch seine reine Anwesenheit machen kann. Ich leide zB. unter akutem Schlafmangel weil ich echt oft noch Nachts raus muß mit ihm, aber es macht mir rein gar nichts aus. Ich bin fit wie ein Turnschuh. Ich habe superviel Spaß mit ihm und er hoffentlich auch mit mir. Es war eine großartige Idee mit dem Kleinen sofort in den Urlaub zu fahren. Etwas wo jeder Hundefreund die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde. Wir haben es der übervorsichtigen Züchterin auch nicht erzählt. Zum Glück, denn wann immer ich ein halbwegs neutrales Foto in unsere Whatsappgruppe schickte bekam ich wegen allenmöglichen Sachen gleich Mecker. Das Spielzeug wäre zu fusselig, das Schweineohr ein neues Nahrungsmittel, der Raum zu wenig abgezäunt etc.

Wenn die wüßte was der kleine Wuff derzeit alles tolles erlebt hat mit uns im Gegensatz zu seinen Geschwistern die im „geschützten Garten“ nach Zeitplan X alleinesein üben müssen und geschont werden bis zum geht nicht mehr. Wir haben derzeit am Ostseestrand getobt, waren baden, Kutsche- und Autofahren, wandern mit Wuff im Tragetuch (der darf ja noch nicht so viel laufen), haben Menschen, Kinder, Tiere, Pflanzen getroffen, sind im Fahrradanhänger gefahren, waren mehrfach im Restaurant, er hat alles gefressen und angeknabbert was er finden konnte etc. etc. Das alles natürlich in absoluter Entspannung der ganzen Familie und wohldosiert mit kräftigen Schläfchen hinterher. Es gab kein Gejaule wegen der Geschwistertrennung, er ist inzwischen fast komplett stubenrein, er geht prima an der Leine, hört auf erste Grundkommandos, hat vor nichts Angst und bleibt bei allem Neuen tierisch gelassen und vor allem er liebt uns abgöttisch. Wir haben auch einen Fehler im Freßplan der Züchterin entdeckt der die doppelte Menge Fressen vorsieht als überhaupt gut wäre für ihn. Haben uns anfangs immer gewundert, warum wir so viel wegwerfen müssen und die Züchterin machte uns schon richtig Angst daß er bloß auffressen sollte weil er ja eh schon immer eher ein zarter Esser wäre und das wäre ja gaaaaaanz schlimm weil er nicht genügend zunehmen würde. Zum Glück ist er ein sanfter Esser, denn er hat ungefähr das gefressen was auch gut ist für ihn. Im Gegensatz zu seinen verfressenen Geschwistern die nun alle Schelte von den Tierärzten bekommen weil sie alle extrem zu fett sind. Aber wehe ich hätte erzählt daß er bis heute nur die Hälfte der von ihr festgelegten Menge bekommt aus den und den Gründen… Naja, nun entscheiden zum Glück wir wie der Wuffi aufwächst und bisher hat es sich als richtig erwiesen auf unser Gefühl und unsere Erfahrung mit Hunden zu vertrauen. Nun sind wir zu Hause und auch hier war die Eingewöhnung überhaupt kein Problem. Wir sind glaub ich manchmal echt total anders, aber das ist auch gut so.

Nun holt mich langsam der Alltag wieder ein und der innerliche Abgleich meines jetzigen Lebens hier mit dem Urlaub in der gut bekannten wunderschönen Einöde muß auch erstmal verdaut werden. Ja, ich liebe es so menschenleer wie möglich zu leben und wenn Menschen dann welche um mich zu haben die ebenso „anders“ sind. Ich mag Wasser, Wald, Tiere und vor allem Stille. Stille heißt nicht daß man nichts hört, aber Ruhe vor Menschengeräuschen ist das Größte. Ich lebe gerne ohne Zeit und Raum, einzig getrieben von dem Moment. Ich wäre gerne jobmäßig irgendwie anders tätig und ich hab zB. die Dame sehr beneidet die am Strand bei Sonnenuntergang kleinen Kindern Märchen vorliest, ich könnte mir wirklich vorstellen Kutscher zu sein (wenn all die Silberlocken auf der Kutsche nicht wären), Pferdeapfelaufsammler, Bernsteinschleifer, Maler, Bildhauer, Friedhofsgärtner…egal was, nur dort oder an einem ähnlichen Ort.

Ich möchte gerne meine Zukunftsvision haben, JETZT!!! Mit euch als Mitstreitern wäre es perfekt.

(https://andersfamilie.wordpress.com/2015/06/26/so-will-ich-mal-leben/)

wieder da, wieder ganz

Nur kurz zur Beruhigung aller die mich sorgenvoll anschreiben. Ich hab mich wieder erholt und das sogar richtig gut und nun bin ich in einem sehr angenehmen Zustand der völligen Geklärtheit. So wie ein Gewitter die Luft reinigt, führt ein Systemcrash bei mir meist dazu daß ich mich hinterher ganz großartig fühle. Ich muss in meiner geistigen Umnebelung halt eine Weile lang nach dem Notausschalter suchen, ein paar Speicher leeren, ein paar Schräubchen wieder festdrehen, um alles dann irgendwann neu hochzufahren. Ich hoffe eigentlich immer innerlich auf Hilfe dabei, sterbe jedesmal zig Tode innerlich weil ich sie einfach nicht bekommen kann. Dennoch, irgendwie scheint mein Körper mir sagen zu wollen daß ich da alleine durch muß. Denn mit absoluter Zuverlässigkeit schaltet er als allererstes jegliches Kommunikationswerkzeug in diesem Zustand aus. Das hat bestimmt einen Grund.

Selbst ist die Frau, nech…und alles was man selber tut, lernt man ja auch. Trotzdem doof!

Das alles wieder zu regulieren braucht halt seine Zeit, aber ich merke immer wieder wie gut ich darin eigentlich schon bin. Selten dauert es viele Tage voller Qualen so wie früher, heute reichen manchmal schon ein paar Stunden und manchmal sogar Minuten aus und mit jedem mal werd ich professioneller und zielsicherer weil ich ja schon weiß was ich tun muß und das Ergebnis fühlt sich oft megagrandios an, daß es all das wert war.

Dennoch ist es sehr sehr unangenehm und ein absoluter Supergau der mir oft auch ganz widerlich weh tut. Also ich könnte da definitiv drauf verzichten in Zukunft.

Also nutzen wir gleich mal das frische System für neue geniale Ideen und Taten und für die Installation neuer Schutzmechanismen.

So will ich mal leben

Ich frag mich sehr oft: Wenn ich so leben könnte wie ich wollte, wenn ich mir was wünschen könnte, wie würde mein Leben eigentlich aussehen?

…Ich würde auf dem Lande, am Rande eines Wäldchens mit eigenem See leben. Natürlich auch mit meinem eigenen Haus und Grundstück. Ich hätte ein paar Tiere und einen kleinen Acker auf dem ich alles anbaue was ich brauche. Ich würde am Rande eines Dorfes wohnen in dem genauso ungenormte Menschen in ihren Häusern leben. Einige davon nenne ich Freunde und ich stehe im regen virtuellen Kontakt mit ihnen und auch anderen. Die realen Begegnungen begrenzten sich nur auf ein Minimum. Vielleicht mal ein gemeinsamer Spaziergang um gemeinsam neue Dinge denkend zu kreieren, vielleicht mal ein philosophischer Abend am Lagerfeuer, vielleicht mal ein Kuschelabend unter Freunden. Diese kämen auch manchmal zu mir, wenn sie Wehwechen hätten, weil ich für alles das passende Kraut in meiner Hausapotheke habe. Ansonsten wäre ich ganz alleine mit meinen Tieren.

Ich hätte einen top Internetanschluß, die tollsten PCs und andere vernetzte Geräte. Das Haus wäre eine Riesenbibliothek und ich hätte ein Spinnrad und einen Webstuhl, einen Brennofen zum brennen meiner Töpferwaren und ein kleines Atelier in dem ich mich kreativ entfalten kann. Mein Grundstück ist voll von Skulpturen aus den verschiedensten Materialien und überall blühen bunte Blumen und Sträucher. Ständig erfinde ich neue Dinge die mir meinen Alltag erleichtern und ein Tag hat 72 Stunden am Stück….

…man wird ja nochmal träumen dürfen…

Also zumindest das Spinnrad hab ich ja schon!

Zeitlos…

Derzeit tut sich wieder richtig was bei mir. Ich gebe mir Mühe mehr auf mich zu achten, weil ich gemerkt habe daß ich dann einfach besser funktioniere und mit dingen umgehen kann.

Ich hab meine Gesundheit einigermaßen im Griff und hab keine Blutzuckerspitzen mehr, ich habe mein Arbeitspensum auf ein angenehmes Maß heruntergeschraubt, ich stehe 1h vor dem Kind auf um noch etwas Zeit für mich zu haben, generell ist meine Zeitplanung etwas großzügiger und beinhaltet seit neuestem auch so richtig geplante Pausen, der gemeinsame Haushalt mit all seinen unterschiedlichen Regeln nimmt immer mehr Strukturen an, und ich mache viele Dinge jetzt mehr auf meine Art und Weise statt sie zu tun wie „man“ es so macht.

Was mir aber am allerbesten hilft, meine Superkräfte um in der Welt da draußen klarzukommen zu wahren ist Zeit für mich zu haben. Also so ganz alleine und ohne die Anwesenheit anderer. Genau dieser Fakt ist dabei ganz doll wichtig. Selbst wenn mein Mann in einem anderen Zimmer im Haus anwesend ist, klappt das nicht mit dem Kraft tanken. Aber bin ich alleine, genieße ich die Zeit. Zeit um stundenlang Listen zu machen, um Dinge zu recherchieren, Wissen anzuhäufen, im Internet zu surfen, zu twittern, um zu denken und zu schreiben und zu tun was mir grade gefällt und wie es mir grade gefällt.

Tja, da haben wir schon mein Problem. Ich habe keine Zeit und alles was irgendwie geht, nehme ich mir ja schon.

Ich hab einfach zuviele Jobs im Leben. Ich bin Ehefrau, Mutter, Erzieherin, Putzfrau, Selbständige, Steuerberater, Bauherr, Familien- und Finanzmanager, Soziallebenorganisator der Familie, Krankenschwester, Therapeutin, gute Freundin, Seelentröster und was weiß ich nicht noch alles. Ja, und das alles in 24h, 7 Tage die Woche. Ich weiß nicht, wieviele Jobs Sie in 24h schaffen aber Pausen sind da so nicht vorgesehen.

Einzig diese eine Stunde früher aufstehen als alle anderen ist meine ganz alleine (auch wenn ich da meist organisatorisches für die Familie erledige und Einkäufe/den Tag für alle plane) und abends wenn das Kind schläft und der Mann mal Nachtschicht hat. Das ist recht selten, aber dann mache ich die Nacht zum Tag und tue all die tollen Dinge die mir so verdammt gut tun. Leider ist der Preis der Schlafmangel, der all das Gute was diese Auszeiten bewirken gleich wieder zunichte macht.

Normalerweise brauche ich viel mehr Schlaf als ich eh schon bekomme, aber wenn die Freizeit erst um 21 Uhr anfängt und man morgens um 5 schon wieder aufstehen muß wirds kniffelig. Erholung versus Erholung. Was ist eigentlich wichtiger? Schlaf oder Alleinesein? Meist siegt das, was ich seltener habe, das Alleinesein. Leider ist der Erholungsfaktor mit dem Schlafmangel hintendran wieder gleich null.

Mir fehlt diese Zeit für mich soooo sehr. Genügend Zeit mit genügend Schlaf hintendran wäre perfekt. Was ist schon alle 2 Wochen mal 1h-2h alleine sein und anschließendem Schlafmangel?

Aber das kann doch nicht sein, daß ich so wenig Zeit für mich habe??? Und wie soll das erst werden wenn der Mann von der Schicht runter ist. (Wird bald geschehen) Dann bin ich ja nie mehr so richtig alleine.

Wie machen denn das andere?

zusammenbrechen, durchdrehen, depressiv werden, aufgeben man selber zu sein ist keine Option.

Ich überlege, ob ich dies Jahr mal einen Urlaub für mich ganz alleine einplane. also so ganz alleine 24/7 auf einem Hotelzimmer einschließen oder sowas in der Art. Bin ja nicht anspruchsvoll. Ein Laptop, WLAN, essen, trinken reicht…

Wenn ich so überlege, früher hab ich Urlaub genommen um 1 Woche lang bei geschlossenen Gardinen, mit Pizza und Bier Tag und Nacht durchzuzocken.

Zu viel…

Da ist er wieder mein geliebter Autismus mit seiner Schockstarre. Wenn alle denken ich wäre doch voll normal, mir also auch normale Aufgaben geben und meine Welt ins Stocken und röcheln gerät wegen simpler Dinge die jeder „mal schnell mal“ erledigt bekommt geht irgendwann nichts mehr.

Was ist geschehen?

Ich habe 2 Tage in dieser Woche ausnahmsweise frei und bin dabei die Wohnung weiter passend umzustrukturieren. Dazu muss ich auch zu Ikea. Einem meiner Hauptüberforderungsorte schlechthin. Ich versuche daher extra zu den Nichtstoßzeiten dort hinzufahren, dann geht es meist. Ich bin extra gestern nicht gefahren, weil ich gestern schon Klamotten shoppen war und mir dachte daß Ikea obendrauf mein Tod wäre. Also steht heute Ikea auf dem Plan und danach das Kind von der Kita abholen. Klingt doch ganz einfach, oder?

Nebenbei entdecke ich, daß Aldi grade die einzige Woche im Jahr unsere Gartenstühle die wir seit Jahren dort Stück für Stück aufkaufen im Angebot hat. Also müßte ich ja noch vorher zu Aldi….krieg ich hin. *einsetzende Grübelleien ob der Platz im Auto überhaupt reichen wird, wenn ich danach noch zu Ikea fahren will*

Dann entdecke ich, daß Aldi diesmal nicht meine geliebten weinroten Auflagen hat, sondern andere Farben. Das geht nicht!  Hey, aber Lidl hat die grade im Angebot. Okay, fahre ich erst zu Aldi, dann zu Lidl, dann zu Ikea.

Ach nee, das wird ja ganz schön teuer. Also vorher Geld abholen. Also erst Bank, dann Aldi, dann Lidl, dann Ikea, dann Kiita und nach Hause.

(schaff ich das zeitlich überhaupt alles bis Kitaschluss? *grübel*)

Ich bin dann halbwegs gestresst vom planen fast soweit loszufahren, dann kommt der Mann mit der Idee wenn ich doch schon bei ikea wäre, könnte ich gleich was aus einer Pulverbeschichtungswerkstatt in er Nähe für ihn abholen. Seie etwas kniffelig zu finden. Er zeigt mir das Sattelitenbild. Was das kostet wisse er auch nicht, aber er kann mich ja irgendwann anrufen wenn die sich melden.

So langsam kommt eine Art Schockstarre auf, aber ich bin ja gewillt und so…muß ja nur noch fix umplanen und grübeln wo ich die Bank nun eigentlich zwischenschiebe, weil ich nicht weiß wann er anruft um mir einen Preis zu nennen. Vielleicht könnte ich ja so ungefähr erfahren was das grob kostet, dann heb ich einfach 100€ mehr ab und dann paßt das doch in meinen Plan.

Erfahre ich aber nicht.

Im rausgehen wirft er mir noch zu, daß es doch eigentlich viel wichtiger seie mit meinem Auto schnell mal zum Lackierer zu fahren. Das hätte quasi oberste Priorität. Ich hätte doch heute mal Zeit dazu. Das hat seit Ewigkeiten einen großen Ratscher über die komplette Seite, der inzwischen sogar schon rostet. Ich drücke mich seit Ewigkeiten hartnäckig davor, denn ich müßte erstmal diverse Lackierer anfahren, anfragen und Preise vergleichen. Dann Termine abstimmen, grübeln wie ich da hin und wieder wegkomme, feilschen und handeln, viel Geld bezahlen, die ständige Angst übers Ohr gehauen zu werden,  usw.

Damit ist die Bombe explodiert. Nein, eher implodiert. Ich sitze hier, kann vor lauter Schockstarre weder schaukeln noch heulen obwohl meine Welt grade zerbricht. Einzig schreiben geht noch irgendwie. Daher schreibe ich jetzt einfach mal.

ICH KANN DAS ALLES NICHT!

Ich werde heute wohl starr auf dem Sofa sitzen und hinterher ohne etwas dafür zu können viele Dinge falsch gemacht haben.

Ich werde 1 Jahr auf meine Stühle samt Auflagen warten müssen und mich jeden Tag des Sommers dafür ärgern.

Ich werde einen grummeligen Mann haben, der bis Montag warten muß bis er seine Teile hat.

Ich werde morgen zu Ikea müssen, morgen wenn alle dort hingehen oder hier zu Hause nie wieder etwas hinbekommen, weil es Planänderungen gibt.

Ich werde daher morgen nochmal total zusammenbrechen. Diesmal sogar vor dem Kind.

Mein Auto wird mir irgendwann eher wegrosten statt daß ich da hin fahre

usw.

Vielleicht schaffe ich es noch mein Kind abzuholen, das wird dann aber ungewollt ganz schön leiden müssen unter meiner Stimmungslage.

Und ich werde mir wieder schreckliche Vorwürfe machen müssen, warum ich nicht „mal schnell mal…“ machen kann