Gedankenbrei: Overload durch Unterforderung

Mein Hirn muß anscheinend dauerhaft rotieren um sich wohl zu fühlen. Möglichst schwierig, möglichst kniffelig und es geht mir super. Das ist mein Sport nach dem ich mich wohl und ausgeglichen fühle. An Tagen, die ich mit Menschen verbringe mit denen dieses gemeinsame rotieren nicht möglich ist oder ich keine Zeit zum alleinigen Denkgerödel habe fehlt mir mein Ventil. Dann haut mich jeder noch so kleine Reiz von Außen 1000x schneller in einen Overload als sonst.

Deshalb mag ich zB. auch keinen echten Sport. Der lenkt mich ab vom Denken, das ist mir oft zu einfach und unanspruchsvoll für den Kopf und es hält mich vom rotieren ab. Ich liebe zB. Wasser und schwimmen. Aber dieses stinkelangweilige hin- und hergeschwimmen langweilt mich zutiefst und treibt mich in einen Zustand an dem ich nix mehr an Außenreizen ertragen kann. Ich fahre gerne Rad, aber ich langweile mich auch da zu Tode und dann stört mich jedes bißchen was ich unterwegs sehen kann weil ich visuell überlade. Nun sagt ihr sicher, hey…beim laufen/schwimmen/radeln etc., da kann man doch eigentlich prima denken. Aber bei mir funktioniert das nicht. Ich kann bewegen und denken nicht zusammen.  Ich denke oft, ich bräuchte vielleicht jemand der mit mir beim gemeinsamen radeln mitrotiert um unterwegs was abzuleiten und trotzdem sportlich zu sein. Aber ich bezweifle das das funktioniert, wegen des mangelndem Multitaskings. Bewegung verbraucht so enorm viele Kapazitäten bei mir, daß es für mein Denkschutzprogramm nicht mehr reicht. Gehen geht halbwegs auf Autopilot. Spazierdenken zu zweit geht also.

Versteht ihr mein Dilemma? Ich soll ganz dringend Sport machen, es gibt da auch Dinge die okay wären, aber da ich beim Bewegen meine Schutzprogramme nicht fahren kann, haut mich alles sofort in einen Overload.

Eigentlich wollte ich gar nicht über Sport schreiben, sondern den Zustand den ich grade habe. Ich hocke in einem elendigen Overloadzustand und befürchte es ist so, weil ich ein entspanntes Wochenende ohne viel zu Denken hatte.

Das ist doch scheiße!

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2 Kommentare zu “Gedankenbrei: Overload durch Unterforderung

  1. apfelbub sagt:

    Ich fahre extrem gerne MTB, erwähne das auch bewusst in meinem Twitter Profil. Diese gähnende Langeweile dabei, das kenne ich. Aufgepeppt habe ich es dadurch, dass ich seit 1-2 Jahren Sprachen per Babbel App lerne. Quasi eine Win-Win Situation. Hirn hat zu tun und der Körper bleibt unter Spannung.

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