zu viele Optionen

Ich bin so still. Still, weil ich aktuell ganz viel denken muß. Wie immer wenn es zuviele Themen aufeinmal gibt die ich supergerne niederschreiben will, erstarre ich förmlich und alles in mir hindert mich irgendwie daran weiterzumachen. Ich mache das ja echt gerne dieses denken, aber ich komme nicht dazu darüber zu schreiben weil ich gar nicht weiß was und wo anfangen. Eigentlich könnte ich jetzt davon erzählen daß ich endlich meinen ausführlichen schriftlichen Befund zur Diagnose habe und was da eigentlich so spannendes drin steht über mich. Das ist nämlich zwar nix neues aber auch irgendwie sehr interessant. Ich könnte euch erzählen, daß ich mich gestern erstmalig mit superviel Muffensausen und Fluchtgedanken noch vor der Türe in einer Selbsthilfegruppe für mißhandelte erwachsene Kinder war und daß es wider Erwarten gut war. Wie lustig es war, daß die Aspergerselbsthilfegruppe gleich nebenan tagte und ich am liebsten dahin flüchten wollte als ich zufällig im falschen Raum landete. Ich könnte von den gewaltigen Ausbrüchen und Spielchen meiner Mutter erzählen die Weihnachten natürlich nochmal was nachschieben mußte, ich könnte berichten wie sehr es mich das Elend und die traurigen Dinge anderer Menschen zur Zeit mitnehmen, was ich mit dem Herrn Wuff alles schon erreicht habe und was er schon kann als irgendwann mal Assistenzhund. Ich könnte darüber schreiben daß ich aktuell extrem traurig bin, weil ich nicht weiß wen ich überhaupt zu meinem Geburtstag einladen soll weil ich irgendwie keine Freunde mehr habe die ich wirklich gerne bei mir hätte. Davon wie schrecklich einsam ich mich fühle, davon wie sehr ich meine virtuellen Freunde schätze und irgendwie in meinem realen Leben vermisse, daß ich es verfluche daß viele so weit weg wohnen, davon wie schön es ist ganz zaghaft beginnend neue Menschen kennenzulernen und sie in sein Leben einzulassen. Ich könnte von meinem inneren Schweinehund schreiben und wie ich versuche ihn und mich mit Sport zu quälen. Ich könnte darüber schreiben was mir auf einmal alptraumartiges aus meinem Leben einfällt das ich prima weggedrängt habe und wie ich damit umgehe und, und, und…

Also es viele Themen um zu schreiben. Zu viele und das überfordert mich. Ich möchte nichts lieber machen als einfach nur zu schreiben, zu schreiben und zu schreiben. Ich kann es aber nicht ob freeziger Zustände. Quasi eine Art Minioverload ob zuvieler spannender Optionen.

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3 Kommentare zu “zu viele Optionen

  1. KiezkickerDe sagt:

    Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Aber Schreiben kann auch wunderbar befreiend sein… 🙂

    Gefällt mir

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