umkipp…Familie

Ich kann nicht mehr. Just wo ich grade massivst meine verkackte Kindheit aufarbeite ploppt sowas in mein Leben. Ich hab noch nicht viel darüber geschrieben wo ich eigentlich herkomme. Ich bin noch nicht so weit das öffentlich zu machen. Ich lebe schon relativ frei von ihnen aber ich werde aktuell schon wieder in ihre üblen Spielchen mit reingezogen und stecke wieder in einer Situation in der alles was ich tue falsch sein wird.

Heute bekam ich ein Fax von meinem Vater. Ich muß dazu sagen daß mein Vater in den Fängen meiner böshaften Mutter geblieben ist, früher noch wenigstens geistig an meiner Seite stand und heute die Seiten gewechselt hat und vor lauter Verzweiflung sein Hirn wegsäuft. Vielleicht hat er sich aufgeopfert für mich, um mir die Flucht zu ermöglichen, vielleicht ist er auch einfach nur kaputt und feige. So oder so, ich bin wen aber mein Vater steht mir immer noch sehr nahe. Wir sind uns extremst ähnlich und ich kann es nicht ertragen ihn zu sehen. Zu sehen daß er nichts tut und was er alles mit sich machen läßt. Alles hat sie ihm genommen, selbst die Zigaretten und sein Essen werden ihm zugeteilt je nachdem ob er brav war oder nicht. Er hat nichts mehr und wenn er etwas bekommt wird es ihm sowieso wieder weggenommen. Er steht so massiv unter Kontrolle und ist geistig so sehr kaputt daß er es eh nie schaffen wird, etwas das ihm gut tut vor ihr zu verheimlichen.

Ich dachte heute früh noch darüber nach wie ich das mit den Weihnachtsgeschenken mache. Meine Mutter wünschte sich einen ikea Gutschein, denn auch mein Vater wolle den angeblich totaaaaal gerne haben (jaja, klar!) um weiter irgendwas in ihrer Küche installieren zu können. er hätte ja immer Langeweile wenn er nichts zu tun hätte. Ich habe eben noch überlegt was eigentlich mein Vater bekommt und justkam eine Art Hilferuf von ihm der mich zu Boden schmettert. Ich erblicke seine Verzweiflung, ich sehe aber auch was passiert wenn ich es tue oder eben nicht und egal was ich nun mache, es wird falsch sein. Ich möchte es liebend gerne tun, nichts läge mir näher als ausgerechnet ihm so eine große Freunde zu machen. Ich würde ihm 1000 Rechner schenken, wenn es ihn glücklich macht. Aber ich weiß, daß ich damit eigentlich meiner blöden Mutter einen Rechner in die Finger spiele, den sie ihm theatralisch vor lauter Zuschauern wegnehmen wird und der dann ihr gehört. Oder sie wird ihn zerstören, wegwerfen, einschließen. Mein Vater ist leider echt zu hirnbefreit inzwischen um irgendwas schlaues zu tun. Ich vergrößere damit den Schmerz meines Vaters. Schenke ich ihm das Ding nicht, schmerzt es ihm und mir auch.  Ich würd sagen, vom Schicksal gefickt!

Aber lest selbst. Es kam eben ein Fax, mit einem Ausdruck von ebay für einen 300€ Laptop mit dem Text

„Hallo…!

Ich habe einen Deal von dem deine Mutter nichts wissen muß (darf). Du kaufst mir diesen Rechner und schenkst ihn mir (nur mir!) und schenkst ihn mir zu Weihnachten. Ich bringe 300€ mit wenn wir zu Weihnachten bei dir sind. Ich möchte auch mal etwas haben was nur meins ist. Gruß Papa“

Was mache ich bloß?

Ich möchte ihn eigentlich kaufen…

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3 Kommentare zu “umkipp…Familie

  1. Hat es irgendeinen Einfluss, wenn du nach dem Schenken immer wieder fragst, was er mit seinem Laptop so alles macht? Hat es irgendeinen Einfluss, wenn du zusätzlich ihr etwas schenkst und betonst, dass es nur für sie ist?

    Wenn nicht, kannst du wirklich nur verlieren.
    In dem Fall wähle bitte, bitte das für DICH kleinste Übel.
    Auch wenn wir es so gern anders hätten, aber retten können wir unsere Eltern nicht. Leider.

    Bei mir ist es bei weitem nicht so schlimm wie bei dir. Meine Mutter macht „nur“ Streß, weil sie depressiv ist und perfektionistisch und alle nach ihrer Pfeife tanzen müssen. Das gibt öfter mal Streit und mein Vater hat nichts mehr zu sagen. Aber Geschenke für ihn bleiben Geschenke für ihn. Immerhin.

    Ich wünsch dir Kraft.
    Tina

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  2. Ruhiges Chaos sagt:

    Ja, eine total verkackte Situation! Schafft es dein Vater den Rechner vor deiner Mutter zu verheimlichen? Wohl kaum, aber er macht einen Versuch, aus der Umklammerung auszubrechen. Das Fax ist ein Hilferuf eines Verzweifelten und ein Lichtblick. Er kommt auf dich zu wenn er sich befreien möchte, er möchte etwas verändern. Das ist ein Schritt. Nur einer, aber immerhin. Kauf den Rechner, pack in schön ein und übergib ihn deinem Vater. Er zeigt Verantwortung indem er dir die € 300 dafür gibt. Du kannst ja vorher noch ein Passwort einrichten für deinen Vater. Stell ihm eine Bedingung: Er soll aufhören zu trinken und sich professionelle Hilfe holen. Nicht morgen, aber innerhalb von drei, vier oder sechs Monaten. Das wäre ein nächster Schritt. Das ist jetzt alles so einfach hingeschrieben, ich stecke ja da nicht drin. Überlege gut, was für dich stimmt, was für dich mach- und aushaltbar ist. Ich drücke die Daumen!

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  3. kiki0104 sagt:

    Ach du liebes Bisschen! Ich beneide Dich wirklich nicht um deine Lage!
    Ich würde ihm den Rechner kaufen- vielleicht setzt er sich ja dann mal durch?
    Oder wenn deine Mutter ihm den Rechner vor versammelter Manschaft abnehmen will, sagst du: „Nein, der gehört Papa! Es ist sein Eigentum und nicht deines! Du hast einen IKEA-Gutschein bekommen.“
    Ich weiß nicht, ob das was hilft, was ich geschrieben habe, aber lass uns wissen, wie du dich entschieden hast!

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