Auf dem Weg ins geistige Aus und ich nehm euch alle mit

Kann grade ganz doof schreiben, probiere es aber dennoch.

Kennt ihr diesen gefühlten superlangsamen Countdown zum absoluten Shutdown der in ein paar Tagen stattfinden wird? Echt doof wenn man das vorher merkt und nicht weiß wie man diese Mühle stoppen kann.

Ich hatte heute einen Megatriggerreiz der für nicht wegschiebbare heftigste Sorgen und Vorwürfe in den kommenden Tagen und Wochen sorgen wird. Das ganze findet statt auf einem eh schon vorhandenem eher kleinerem Hümpel an zu erledigenden Dingen die mich aktuell belasten. Diese stressen mich generell schon ganz schön, weil ich Angst habe so vieles nicht zu schaffen, aber bisher ist es okay damit zu leben und zu arbeiten und ich war bis vorhin guter Dinge es halbwegs schadlos bewältigt zu bekommen. Aber wie es immer so ist wenn man on the edge lebt: wehe da kommt was obendrauf und das ist es jetzt nunmal gekommen. Ich kann nun quasi der sich langsam drehenden Mühle mit tausenden ineinander greifenden Zahnrädern zusehen die dann irgendwann im absoluten Shutdown enden wird. Meltdowns lasse ich gerne aus, aber ich werd mal gucken was passiert. Ich hab keine Ahnung wie ich das stoppen kann. Ich habe beschlossen zu versuchen es zu beobachten um zu kapieren wie das Ding nun funktioniert mit der Hoffung einen Hebel zu finden und werde soweit möglich mal schreiben was grade vorgeht. Ich nehm euch also ein Stückchen mit, falls ich noch weiter schreiben kann.

Was passiert jetzt grade: ich verfalle in eine Vorstufe der Starre. Meine Gelenke scheinen wie mit festem Gummi eingehüllt zu sein was alle Bewegungen erschwert und ihnen einen Widerstand entgegensetzt. Ich habe eine ganz üble Schwere auf der Brust. Das Denken fällt mir sehr schwer und ich verliere komplett den Fokus bei massivsten Bemühen ihn zu behalten. Alles ist ein großer Denkschwubbelbrei und ich weigere mich noch mich darin zu verlieren, obwohl ich merke daß die Kraft dazu nicht ewig reichen wird. Ich verliere grade meine Ausdrucksfähigkeit, kriegs aber noch halbwegs hin. Jeder Satz den ich hier schreibe kostet mich verdammt viel Kraft, weil ich nicht möchte daß jemand merkt daß da nur Murks steht. Ich habe eigentlich supergroße Angst jemanden zu zeigen was grade vor sich geht. Ich kann es ja auch nicht erklären. Ich kann über die auslösende Sache schwer reden und schon gar nicht schreiben. Sinnloses Geplänkel hingegen funktioniert und ich würde wenn jetzt jemand anwesend sein sollte auf den funktionierenden Plänkelmodus gehen und niemand merkt was los ist. Wenn mein Mann gleich nach Hause kommt werde ich ihm wie ein Reporter locker flockig berichten können was schon wieder doofes passiert ist, ich werde aber nicht zeigen können wie es mir wirklich geht, obwohl ich das so sehr möchte. Ich will es zeigen, kann es aber nicht. Da ist eine Wand zwischen innen und außen und ich kann immer nur auf einer Seite stehen. Ich mache mir massive Sorgen um die kommenden Tage, wohlwissend daß ich den jetzigen Zustand des Funktionierens noch etwas aufrecht erhalten kann. Mir kommen einige kleine Kraftschöpfideen und anfängliche Lösungsansätze, die entschwinden aber sogleich im Schwubbelbrei. Was bleibt ist Leere und das krampfhafte Bemühen wenigstens gleich noch normal zu wirken wenn der Mann kommt, mit dem Hund nochmal rauszugehen, mich soweit aufrecht zu halten um mich ums Kind kümmern zu können, schlafen zu gehen, arbeiten zu gehen und die allerwichtigsten Aufgaben der kommenden Tage zu bewältigen und den krassesten Tag ever, den Freitag (heute ist Dienstag) noch zu wuppen. Zusammenbrechen wäre am Samstag/Sonntag ideal und wie ich mich kenne schaff ich das auch noch mich bis dahin zu ziehen. Das ist verdammt lange und vielleicht schaffe ich es nicht, aber möglich ist es grundsätzlich schon. Abstellbar ist es nicht, aber leider nicht aufschiebbar.

See you in Plänkelmodus

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2 Kommentare zu “Auf dem Weg ins geistige Aus und ich nehm euch alle mit

  1. irreshuhn sagt:

    Oh, wow, ich wünsche Dir auch alles Gute! Und dass sich der Shutdown aufs Wochenende legt, wie „geplant“. Scheiße, wenn sich das nicht aufhalten lässt, aber ich weiß genau, wie sich das anfühlt.

    Das selbst beobachten finde ich auf jeden Fall eine gute Sache, da kannst Du bestimmt gute Erkenntnisse für Dich selber herausziehen, und das Aufschreiben, so schwer es auch fällt, wird Dir für später helfen, das nochmal auszuwerten. Ohne die störende Starre.

    Überhaupt, die Starre- Du beschreibst so gut, was ich oft fühle wenn der Shutdown kommt. Ich muss das alles auch maö für mich aufschreiben.

    Bis dahin: Guten Plänkelmodus…
    Alles wird wieder gut! Auch wenns vorher erst mal scheiße wird…
    Fühlt dich virtuell gedrückt (virtuell ist immer gut, das geht ohne lästige berührungen 😉 )

    Liebe Grüße
    Das Huhn

    Gefällt 1 Person

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