Helft mir mal… (Schule)

Es ist soweit, die Schule steht bald an und viele gute Schulen gibt es hier in der Gegend nicht, dazu gesellt sich ein rechtliches Schulnichtwählenkönnen beim Wohnort auf der Grenze nach der entschieden wird welche Dorfschule denn unsere werden soll. Im Rennen ist auch noch eine Waldorfschule 20km entfernt, allerdings hat die wenig Kapazitäten und ich will erstmal nicht damit rechnen dort einen Platz zu bekommen. Ich grübele schon lange hin und her. Ich kann einfach nicht sagen was mir wichtiger ist oder was wichtiger sein sollte um mich für eine Schule im Sinne der Tochter zu entscheiden. Kennen tue ich beide Schulen ein bißchen, aber es hilft mir wenig weiter. Daher mal in die Runde gefragt, was würdet ihr denn wählen für ein fröhliches, vielinteressiertes, sozial recht kompetentes, menschenfreundliches und offenes hochsensibles Autistenmädchen?

Zum Kampf gegeneinander treten an:

Schule „E“:

Eigentlich mein Favorit. Sehr modern ausgestattet, moderne und zeitgemäße Ansichten der Lehrer, relativ klein, kleine Klassen, gleich neben dem Kindergarten in den sie seit sie 2 ist besucht, der Hort gleich nebenan ist an diesen Kindergarten angeschlossen, sie kennt den Weg dorthin auch mit dem Fahrrad, weitab vom Ortskern und somit auch von Dönerläden, Naschläden etc. sie liegt gleich neben den diversen Sportplätzen und Turnhallen im Ort, Einfamilienhaus/Bauernhausbesitzerklientel, recht nette Eltern (kenne ja schon alle, selbst die Mobbereltern sind nett und man kann gut mit ihnen reden), wenig Multikulti, viel Heilewelt, sie liegt auf unserem Arbeitsweg, alle Kinder die dort hingehen sind aus dem Kindergarten bekannt. Es gibt also keine Kinder die wir nicht kennen dorthin.

Dafür gehen dort irgendwie alle Arschlochkinder und Supermobber der Tochter des Kindergartens hin und das sind nicht wenige. Es bereitet mir große Bauchschmerzen sie dort ohne ihre Supporterfreunde dort zu wissen und sie versteht sich auch mit den Nichtmobberkindern nicht besonders gut.

Nicht ein einziger „Freund“ der Tochter ist in dieser Kita und wir müßten sehr kämpfen dort zu Schule gehen zu dürfen denn offiziell gehört das Kind nach dem Wohnort auf der Schulgrenzlinie zur

Schule „J“

Eine uralte riesengroße Schule im Dorfkern, recht düster und wenig anheimelnd in der Optik, sehr große Klassen, recht altbackene Ansichten (umgedrehtes einheften der Körperbezeichnungskopien damit keiner die Bilder der nackten Figuren sehen kann etc.), viel Multikulti, Reihenhaussiedlungsklientel, ich fand schon alle Eltern recht unsympathisch und oberflächlich auf den Elternabenden, das Kind kennt weder den Dorfkern noch den Weg dahin, die ersten Klassen sind gesondert untergebracht in 2km Entfernung von der Hauptschule, der Hort ist allerdings ein Raum in der Hauptschule und daher 2-3km entfernt, die Schule ist von uns weiter entfernt als die andere, die hat keine Turnhalle, zum Sport muß man einmal durch den ganzen Ort laufen um in einem Festsaal zu turnen, wenig Hortkapazitäten, die Hortmitarbeiter sind stets grummelig und mißgelaunt, die Schule liegt nicht auf dem Arbeitsweg, aber es gehen die Kinder dorthin mit denen sie sich richtig gut versteht und die sie auch sehr mögen, ihre heiß geliebte 2 Jahre ältere Seelenfeundin und Cousine die sie mega vermißt geht dort zur Schule und könnte sie als „Große“ supporten wenn sie jemand ärgert. Ebenso gibt es dort viele „neue“ Kinder die wir nicht kennen und somit dann auch die Chance auf neue und passende Freunde im Ort, aber es könnten auch neue Mobberkinder sein die das Kind nicht durch das gemeinsame aufwachsen zu nehmen und zu schätzen  wissen.  Wir müßten überhaupt nicht kämpfen und massenweise Behördenkram erledigen, damit sie dort zur Schule gehen darf

In welche Richtung ich auch denke bekomme ich Bauchschmerzen und ich kann nicht sagen welche Schule ich schlimmer/besser fände. Was wiegt denn mehr? soziales oder inhaltliches?

Ich würde mich sehr über Feedback freuen was euch denn so wichtiger wäre. Vielleicht hilft mir das auch irgendwie bei meiner Entscheidung.

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13 Kommentare zu “Helft mir mal… (Schule)

  1. BloOsPlanet sagt:

    Was meiner Mama immer wichtig war, war wirklich (das kam natürlich erst bei der weiterführenden Schule zum tragen, da es bei uns die Möglichkeit nicht gab, die ihr gerade habt), was ich darüber dachte und was ich gerne haben wollte.

    Von daher meine Frage an dich: Was sagt denn deine Tochter dazu? Was wünscht sie sich? Wie stellt sie sich das alles so vor, was möchte sie gerne haben/machen? Ich kann mir vorstellen, eure sehr aufgeweckte junge Frau hat da eine Meinung zu.

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    • BloO hat hier absolut recht!

      Allerdings würde ich nicht zwingend das Vorhandensein von Mobbern und das Fehlen von Freunden (rsp. umgekehrt bei Schule „J“) zum absoluten Kriterium machen. Da kann sich nämlich schnell ändern oder es können sich neue Konstellationen ergeben.
      So war es bei mir bei einem Schulwechsel. Die alte Klassenlehrerin riet meinen Eltern: „Nur weg von den Rabauken der alten Klasse!“ Aber in der anderen Schule waren auch Rabauken ganz ähnlicher Couleur. Ich kam also vom Regen in die Traufe. Aber nur für kurze Zeit, denn die aggressiven Typen hatten dort kein langes Bleiberecht.
      Genau so kann es umgekert gehen: Die beste Freundin meines eigenen Sprösslings schlug sich irgendwann mal auf die andere Seite. Das war bitter!

      Wenn die Lehrer an Schule „E“ aufgeschlossen sind, solltest du mit denen unbedingt mal reden und die Situation schildern. Wenn die Klassen klein und die Lehrer sozial kompetent sind, dann lassen sich vielleicht im Vorfeld schon kreative Strategien entwickeln. Aber auf jeden Fall binde deine Tochter rechtzeitig mit ein!

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      • Frau Anders sagt:

        Je nachdem an welche Schule ich denke, denke ich auch daß sich einiges sicher regeln läßt auch an den doofen Seiten. Auch meine Erfahrung sagt mir daß diese losen ach so wichtig Freundschaften meist nicht lange halten und doofe Kinder auch superschnell mal Freunde werden können. Aber dann denke ich wieder an was anderes und bin wieder bei der anderen Schule. Ich schaff es einfach nicht wenigstens eine Tendenz zu entwickeln mit der ich mich dann anfreunden könnte. Ich habe einfach Bauchweh bei beiden Varianten

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    • Frau Anders sagt:

      Ich hab auch anfangs gedacht daß ich einfach sie frage, weil ich sie sonst immer mit einbeziehe in sowas (auch wenn viele mich deshalb schelten weil ich das tue). Sie kennt allerdings beide Schulen nicht und findet täglich was anderes gut und wichtig. Am wichtigsten sind ihr zumeist bisher tendenziell ihre Freunde bzw. die Möglichkeit ihre heißgeliebte Cousine (eine Art Götzenbild, weil kaum Kontakt-Familienzwistigkeiten) wiederzuhaben.

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  2. Forscher sagt:

    ich fühle Deine Zweifel…einerseits eine moderne Schule, aber das Seelenheil der Tochter gefährdet durch die Mitschüler, andererseits schlechtere äußere Rahmenbedingungen, aber dafür mehr Seelenheil für die Tochter.

    Vom Bauchgefühl hätte ich Schule 2 gesagt. Ich glaube, dass Du einen recht offenen Umgang mit allem hast, und Deine Tochter nicht durch altbackenere Ansichten verbogen werden kann. Zumal Autisten ja öfters eine gewisse Grundskepsis zeigen ;), der Weg dorthin, das lässt sich erlernen, dafür gibt es Mittel und Wege. Multikulti ist ja nicht per se schlecht, und wenn mehrere *Außenseiter* aufeinander treffen, sieht sie vielleicht, dass sie nicht alleine ist. Mobbing wird sich nie verhindern lassen, das kritische Alter kommt viel später, wenn die Pubertät beginnt. Bei mir fing das mit 13 an, also erst im Gymnasium. Aber wenn sie bis dahin ein starkes soziales Umfeld hat, also Freundinnen, dann kann sie leichter mit späterem Mobbing umgehen, und ist vor allem weniger angreifbar.

    Ich glaube, für *uns* hochsensible Menschen ist das Seelenheil sehr sehr wichtig. Wissen bringen wir uns ja oft selbst bei, notfalls auch unter erschwerten äußeren Bedingungen. Aber ich hatte nie Kinder und musste nie eine solche Entscheidung treffen. Und an meine Hauptschulzeit erinnere ich mich kaum noch.

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  3. semilocon sagt:

    Schule 1 wär besser, weil die Lehrumgebung besser ist. Das ist letzten Endes wichtiger als ob sie dort Freunde hat. Denn auch Mobberkinder können sich entwickeln und verändern. Bei der anderen Schule hast du zwar ein gewisses soziales Netz, aber wenn die Lernumgebung nicht stimmt, führt das schnell zu schlechten Noten. Da Noten wichtig sind für den weiteren Lebensweg und Mobbing eher nicht, auf jeden Fall die mit der besseren Lernumgebung.

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  4. Anita sagt:

    Als erstes sollte die Lernumgebung richtig sein!

    Habt Ihr noch feste Schulbezirke?
    Steht die Diagnose?

    Wenn ja, dann könnte die Diagnose ein Helfer sein, für die Schulwahl! 💡
    Und ein Schulbegleiter, zum moderieren und übersetzen für die Anfangsjahre wäre bestimmt eine Option.

    Unser Zwerg geht auf die örtliche Regelschule mit Schulbegleitung. Miss(T)verständnisse aufgrund fehlerhafter Kommunikation werden von dieser dieser begleitet, moderiert, übersetzt und Konflikte werden sofort angegangen. Zum Teil mit social Stories oder Übersetzung.

    Wichtig ist, wie die Schule zu Schulbegleitung steht, ob die Lehrer sich zutrauen ein besonderes Kind zu nehmen und sich Gedanken über Nachteilsausgleiche machen wollen.

    http://www.amazon.de/gp/product/3938187948/ref=s9_simh_gw_p14_d6_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-7&pf_rd_r=00R30GYZ5MVN5671MNX1&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353627&pf_rd_i=301128

    so werden in unserer Klasse Modelle aus diesem Buch übernommen. Alle Kinder haben einen Plan nach Teacch, weil wir jahrgangsübergreifenden Unterricht 1 – 4 haben. Und da hilft Teacch allen Kindern. Und unser Zwerg ist damit nicht in der Sonderrolle.

    Nach SchemaF funktioniert bei meinen 4 autistischen Kindern leider nichts, aber sie sind bis auf den Großen auf Regelschulen. Sofern also die Lehrerschaft lern Fähig und Willig ist, ist das das ausschlaggebende Kriterium. 😉

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  5. AudiQ3 sagt:

    Ich würde schauen, wie die Schulleitung und Lehrer gegenüber Inklusion und Autismus eingestellt sind. Wir haben vor der Einschulung Kontakt zur Schulpsychologin aufgenommen. Haben sie gefragt, welche Schulen sie kennt und für unsere Tochter empfehlen oder ablehnen würde. Das hat viel geholfen.
    Wir sind im Moment auf unserer Sprengelschule. Die Schule in einer Nachbarstadt hätte Kooperationsklassen. Da stellte sich aber heraus, das in der Klasse, in die meine Tochter käme, lauter unruhige wilde Jungs wären. Also bringt die Kleine Klasse mit der besonderen Förderung wenig. Es kommt auf so vieles an und gibt überall pros und contras. Die Entscheidung ist nicht leicht.

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  6. Niggelo sagt:

    So wie du die Schulen einzeln beschrieben hast, glaube ich, das Schule eins der Favorit ist: klein, übersichtlich, es ist ihr nicht fremd, liegt auf deinem Weg. Und mit der Zeit können sich Arschlochkinder doch auch entwickeln…Vielleicht kommen ja noch ganz andere Kinder hinzu, die ganz sympathisch sind.

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  7. Frau Frosch sagt:

    Ob Schule E oder J die bessere ist – keine Ahnung. Aber wenn ich Deine Zeilen lese, lese ich heraus, dass Du die Schule E für besser hältst. Außerdem lese ich, dass Du die Waldorfschule so gut wie abgeschrieben hast – warum? Um der Enttäuschung, falls es wirklich nichts wird, vorzubeugen? Wir hatten ja vor Ostern schon drüber gesprochen als wir bei Euch waren, da hörte sich das noch anders an, die Waldorfschule schien noch eine Option.
    Ich habe mal gegoogelt: Was ist mit der Waldorfschule in S.? Ist die soviel weiter weg als die in A.? Was ist mit den Waldorfschulen in H.? Zu schlecht zu erreichen?

    Im Endeffekt finde ich es wichtig, dass die Eltern sich sicher sind, die „richtige“ Schule gewählt zu haben (wobei Eure Wahlmöglichkeiten ja sehr eingeschränkt sind – ist die Schule E überhaupt möglich?), selbst wenn sich später herausstellt, dass es eine schlechte Wahl war (und dann haben die Eltern hoffentlich den Mut, eine andere Schule zu wählen). Jede Schule, die Ihr wählt, kann richtig oder falsch sein, es steht und fällt mit den konkreten Menschen, die Eure Tochter unterrichten, den Klassenkameraden, deren Eltern, also mit den Menschen, nicht mit der Institution.

    Wenn Ihr Eltern mit Eurer Wahl im Reinen seid, dann kann auch Eure Tochter vertrauensvoll in die Schule gehen. Kinder spüren die Unsicherheit ihrer Eltern, wie sollen sie dann glauben, dass sie am richtigen Ort sind, wenn ihre Eltern unsicher sind?!

    Kannst Du (bzw. Ihr beiden Eltern) die in Frage kommenden Schulen besuchen (nicht nur zu Schulveranstaltungen), Dich einfach mal ins Foyer stellen, spüren, wie Du Dich in dem Gebäude fühlst? Mit den Menschen, die dort arbeiten, sprechen, sie kennenlernen usw. Listen machen, malen – was auch immer Du machst, wenn Du eine Entscheidung treffen musst, die wichtig und gleichzeitig schwer zu treffen ist. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine und das klingt jetzt nicht zu esoterisch ;-).

    Manchmal, wenn ich eigentlich schon irgendwie weiß, wie ich mich entscheiden will, aber doch das Gefühl habe, mich nicht entscheiden zu können, hilft es mir auch, mir einfach vorzustellen, es käme jetzt von hochoffizieller Seite die unumstößliche Entscheidung für X. Wenn mir dann einfach nur noch schlecht wird und ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen will, damit es doch Y werden darf, dann weiß ich, was ich wirklich will :-D.

    Wenn Du bei beiden Grundschulen am Ort Bauchweh hast – such nach einer Alternative. Oder frage Dich mal, ob Dein Bauchweh mit der Tatsache zu tun hat, dass Deine Tochter überhaupt in die Schule kommt (unabhängig von der Entscheidung kommt sie in die Schule – ein neuer Lebensabschnitt macht nunmal manchmal Angst und Bauchweh).

    Liebe Grüße
    Frau Frosch

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    • Frau Anders sagt:

      Huhu! Schön daß du hier auch liest! Die Waldorfschule ist immer noch eine gewünschte Option und irgendwie mein Geheimjoker in der Hinterhand. Allerdings wird es dort nur eine einzige Klasse geben bei inzwischen massivem Andrang. Außerdem sind die Kosten inclusive aller Nebenkosten für Hortbetreuung, Schultransport etc. für uns dort echt ziemlich hoch. Ja, wir verdienen zusammen recht gut und sind auch bereit mehr zu zahlen als andere, aber wir haben auch sehr hohe Ausgaben und mal locker über 500€ jeden Monat zu zahlen ohne zu wissen ob wir das in Zukunft auch noch können ist schon ein harter Brocken. Wenn wir einen Platz bekämen, würden wir ihn aber sicher nicht ausschlagen. Also wir kämpfen quasi an mehreren Fronten gleichzeitig.
      Dennoch möchte ich mich gedanklich erstmal mehr mit den realistischeren Möglichkeiten beschäftigen.
      Und das realistischste ist Schule J.
      Also die inhaltlich doofe große Schule mit den tollen Kindern.
      Andere Schulen außer der 3 sind nicht drin. Eigentlich haben wir auch offiziell nur die Wahl Waldorf als Privatschule oder Schule J, da wir vom Wohnort her keinerlei Anspruch auf Schule E haben, keine Argumente warum diese besser wäre und der Schulleiter von Schule J die Kinder auch nicht kampflos freigibt für die andere Schule.
      Also ist Schule J, die Schule die es wohl werden wird.
      Ich sag mir inzwischen immer wieder, hey…es ist „nur“ die Grundschule und weltoffenes modernes Denken kann ich auch zu Hause lehren. Es kann mir doch reichlich egal sein, daß die da zB. die Namen der Geschlechtsteile hinter vorgehaltener Hand lernen, weil mein Kind eh schon länger alle Details und deren Gebrauch kennt. Aber sie lernt auch da lesen und schreiben, sowie Internetbenutzung und alles was man so braucht. Außerdem gibt es auch bei der Schule durchaus positive Kleinigkeiten, auch wenn ich sie krampfhaft suchen muß. Mir ist der spätere Grad der offiziellen schulischen Bildung ja generell eher schnuppe. Man kann alles lernen, wenn man es mal brauchen sollte solange man zumindest lesen kann. Wichtiger ist mir eher daß meine Kleine in einem stabilen Umfeld aufwächst und ein bißchen Sozialkram/Umgang mit anderen Kindern lernt. Da kann sie nämlich durchaus etwas mehr Training vertragen.
      Naja, Bauchschmerzen werd ich so oder so haben. Aber ich hab auch Vertrauen daß es mein Kind in beiden (allen 3) Schulen gut packen kann.
      Mir Mut einred…
      Mit der Tatsache daß sie überhaupt zur Schule kommt hab ich glaub ich kein Problem. Klar ist es seltsam und manchmal fühlt es sich auch komisch an wie schnell sie groß wird. Aber ich bin eigentlich gut im loslassen und ich freue mich schon mit ihr zusammen auf den neuen Schritt weil ich sehe daß es ihr gut tun wird. Der Kindergarten ist eigentlich jetzt schon nicht mehr so ganz passend und ich kann den Wissendurst kaum mehr stillen.
      Ich bin halt Autist und kann manchmal in Kreiselschleifen denken und denken und denken.
      Es ist halt etwas sehr wichtiges und das wird vorher gründlich zerdacht.
      Das wird jetzt noch 1 Jahr so gehen und dann hab ich es vielleicht irgendwann zuende gedacht und mich dran gewöhnt.

      BTW auch für die anderen. Mein Kind ist offiziell nicht diagnostiziert und wird mit den heutigen Methoden auch nie eine Diagnose bekommen, weil sie noch hochfunktioneller und professionell angepaßter im Außen erscheint als ich oder der Vater. Noch nie fand sie jemand der sie betreut auffällig, obwohl sie eigentlich ständig alles soziale verpeilt. Hat halt bei Profis gelernt 😉

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  8. Charlie Hell sagt:

    Eigenerfahrung: Als ich von der Grundschule auf die Realschule kam habe ich im Vorfeld darum gefleht und gebettelt, nicht wieder mit den Mobbern in die gleiche Klasse gesteckt zu werden. Man überging dies, da man es für einfacher hielt, ich käme mit kindern zusammen die mich „schon kennen“ und denen man mich nicht meu erklären müsste. Es waren die schlimmsten Jahre meines Lebens, jeden tag wurde ich massiv gemobbed, Lehrer und Eltern wollten davon nichts wissen: -ich stelle mich ja nur an – ich soll das ignorieren dann wird es denen schon langweilig etc etc (was für ein Schwachsinn – haben die das efcht selber geglaubt?). Bis zur 10ten Klasse wurden alsbald der Lehrer den Raum verließ in jeder Minute „nette“ Lieder über mich gegröhlt. Damit ich nicht davor fliehen konnte wurde ich mit Tischen an die Wand gekeilt. Erst in der 10ten Klasse, als mich ein Mädchen aus Mitleid in ihrer Clique mitlaufen ließ, wurde es allmählich besser. Mein Rat wäre halte die bekannten Mobber von ihr fern – natürlich können neue, unbekannte Mobber an der neuen Schule auftreten. Die haben sich aber noch nicht so schön darauf eingespielt auf ihr herum zu hacken und müssen sich selbst erst neu formatieren, in der Zeit muss beobachtet und ggf. die Eltern rechtzeitig aufgeklärt werden (das geschah bei mir leider nie – sowohl Lehrer als auch Eltern ließen mich damit allein 😦 )

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