Alles neu…also ich hoff zumindest

Heute gehts mir schon wieder etwas besser. So langsam bin ich ja auch im Training mit diesen ewigen Aufs und Abs und ich weiß daß jede Nachwehe auch irgendwann verarbeitet ist. Ich bin ja zum Glück ob der erhöhten Denktempos sowieso sehr schnell darin, Dinge zu betrauern, zu verarbeiten um danach was draus zu machen.

Heute hab ich auch mal was gemacht. Ich habe mich mich nach langem hin und her entschieden meinen kleinen Sozialhelfer Alkohol konstant wegzulassen um zu gucken was passiert mit mir. Ja, auch jetzt so vor all den lustigen Events die vor mir liegen. Zudem darf ich dann endlich die für meine durchdrehende Insulinresistenz wichtigen Tabletten nehmen, die als Langzeitmedikation eine totale und absolute Abstinenz fordern. Ich habe Angst davor, aber ich will es jetzt endlich wissen. Ich will klaren Kopfes meine echten Grenzen spüren um vielleicht endlich mal adäquat drauf reagieren zu können, anstatt ständig über meine eigenen Grenzen zu trampeln. Aber ich habe auch sehr große Angst, Angst davor zu entdecken was ich vielleicht irgendwie eh schon weiß. Angst, Sozialkontakte noch weniger ertragen zu können als jetzt. Angst daß sich Menschen von mir zurückziehen und ich mich noch mehr von ihnen. Angst vor der geistigen Einsamkeit.

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4 Kommentare zu “Alles neu…also ich hoff zumindest

  1. anderssein2000 sagt:

    Gut!!!
    Durch Alkohol ist man nicht mehr ‚man selbst‘. Ich bezeichne den Zustand als ‚fremdbestimmt‘. Ein für mich nicht zu ertragender Zustand, deswegen trinke ich noch nicht mal mehr ein Glas Bier.

    Ganz abgesehen davon ist Deine Gesundheit das höchste Gut was Du hast. Und wenn es schwierig wird, sprich mit Deinem Arzt.

    Die Angst alleine zu sein, wenig bis keine Sozialkontakte zu haben… Du weißt, dass ich diese Ängste auch habe… aber man gewöhnt sich daran. Auch wenn sich die Ängste bewahrheiten. Besser keine oder wenig Kontakte, als Kontakte, die gar nicht mich meinen (also durch Anpassung und Verdrehen, oder durch Alkohol) und etwas in mir sehen, das gar nicht da ist.

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  2. blutigerlaie sagt:

    Wow!! Gutes Gelingen! Ich bin kein Asket, aber wenn es um Insulintabletten oä geht, auf jeden Fall wichtig für dich!
    Ich faste seit Aschermittwoch von Alkohol (ok, nur bis Ostern) und damit auf mein Glas Wein Freitag Abend, von dem ich dachte, ich brauche es unbedingt als Belohnung für die sozial anstrengende Woche. Geht aber auch so, stellt sich vieles von alleine um. Und der Frust nach so einer Party ändert sich mit Alkohol glaub ich auch nicht wirklich…

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  3. Anita sagt:

    Wenn Du die Kontrolle über die Situation durch genaueres Beobachten besser im Griff hast, und Dich frühzeitig wo rausziehen kannst, dann ist das besser, als Dich wegzubeamen.

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  4. 6083mit sagt:

    Viel Glück, dass Du den Absprung endgültig schaffst!! Eben, Deine Gesundheit ist Dein höchstes Gut, die darfst Du nicht aufs Spiel setzen.
    Kann ich Dir irgendwie helfen?

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