Da geht es schon los

Warum bastel ich hier eigentlich diesen Blog? Ganz einfach, weil ich Zeit habe und eigentlich ganz viel erledigen wollte. Kennt ihr das? Wenn etwas wichtiges ansteht und grade der Kleinkram an Aufgaben einfach innerlich zuviel wird, dann brauche ich irgendwie etwas anderes zum fokussieren und um wieder runterzukommen. Ich habe heute ausnahmsweise mal frei und wollte eigentlich, nachdem ich das Tochterkind in die Kita gebracht habe gleich danach (damit ich mich nicht wie immer drücke oder ewig die Zeit vertüddel) noch zum Baumarkt etwas kaufen, dann bestellte der Mann noch einen Packen Unterwäsche (es muß ja immer die selbe aus dem selben für mich oberschrecklichen Laden sein) und ich wollte noch etwas einkaufen. Dann hätten wir alles beisammen, und wenn er heute um 14 Uhr Feierabend hat, fahren wir zu seinen Eltern zum Kaffeetrinken. Kann ja nicht so schwer sein, oder?

Das war der Plan, es kam aber nun so:

Das Tochterkind kam heute schwer aus dem Bett, dann wollte es auch noch was anderes frühstücken als sonst und brachte damit alle meine Routinen durcheinander. Hey, das ist echt gemein, denn grade morgens geht mein Hirn doch noch nicht so gut und ich brauche 10x länger zum umdenken und umplanen all dieser kleinen Dinge die mit sowas zusammenhängen.  Auf jeden Fall waren wir im Ergebnis viel zu spät dran. Ach ja, und dann mußte ich auch noch Schwimmsachen raussuchen anstelle wie sonst immer die Sportsachen, denn heute wollten sie auch in der Kita mal alles anders machen. Nachdem ich alles zusammengeraffelt habe, fiel mir ein daß ich ja noch was vorhatte nach der Kita. Mist! Denn dazu hätte ich jetzt noch etwas Vorbereitungszeit benötigt für Geldbörse suchen, mich landfein machen, mir eine Einkaufsliste zu schreiben (ich bin ein schrecklicher Listenfetischist. Ohne Listen geht bei mir ja gar nichts), mir einen Plan zu überlegen welche Wege ich in welcher Reihenfolge fahre usw. Okay, fix im Hirn alles umgeplant. Dann fahre ich halt nach der Kita nochmal nach Hause, erledige alles was ich zum einkaufen vorab benötige, denke ne Runde darüber nach wie ich das am besten gestalte und fahr danach los. Das wäre ja auch viel entspannter so….In der Kita angekommen, Kind ohne größere Zwischenfälle abgegeben, spricht mich plötzlich im rausgehen eine Mutter an und will mit mir ne Runde smalltalken. Hey, das machen die sonst nie! Dabei wünsche ich mir das manchmal auch ab und zu mal wie alle anderen da stundenlang vor der Kita zu stehen und über Belanglosigkeiten zu reden. Aber doch nicht ausgerechnet heute!!! Also hab ich versucht, dieses Gespräch so kurz wie möglich zu gestalten und zu drängeln daß ich ja totaaaal dringend losmüsse. Das war bei dieser Mutter echt schwer und dauerte gefühlt Ewigkeiten bis ich da wegkaum aus ihren Fängen. Als ich im Auto ankam und 3x durchschnaufte, überfiel mich dann allerdings eine abgrundtiefe Traurigkeit. Ich fand diese Mutter eigentlich doch immer ganz nett und eigentlich hätte ich mich doch freuen müssen. Ich mache mir ja mein Leben immer selber schwer….ich müsse mich ja nicht wundern daß mich niemand möge usw. Egal…schnell wegdrücken diese Gedanken und schnell nach Hause, hab ja noch was vor. Kaum zu Hause angekommen, mußte ich erstmal aufs Sofa zum erholen. Rechner geschnappt, wieder auf 1000 Ideen gekommen. Eierbecher bräuchten wir doch noch, ach ja und guck doch nochmal ob jemand Brennholz für unseren Ofen verschenkt, wie hieß eigentlich nochmal diese Schmerzsalbe die mein gebrochener Fuß grade so gut gebrauchen könnte? Ich wollte doch schon immer mal die Fensterbretter so richtig porentief saubermachen und ich hätte ja auch jetzt genau Zeit dafür….gesagt getan. Erstmal putzen. Danach wieder kurz ausruhen. Dann stelle ich fest, wie komisch ich manchmal bin und komme ich auf die Idee einen Blog zu eröffnen. Das hier ist das Resultat. Ich traue mich gar nicht mehr loszufahren, denn dann müßte ich ja auch noch in diesen schrecklichen H&M, den ich am liebsten nur mit Gehörschutz, Nasenklammer, Sonnenbrille und an Tagen in denen niemand dort einkauft betrete. Ich hab auch vergessen, was ich eigentlich nochmal im Baumarkt wollte. Mit fiel ein, daß ich mit meinem gebrochenen Fuß auch einige der besonders schweren Erledigungen lieber nicht machen sollte. Ich sitze hier zwischen Selbstvorwurf und Verzweiflung und komme einfach nicht ins Handeln.  Inzwischen blinkt mein Handy und ein lieber Freund fragt mich, ob ich nicht vielleicht mit ihm in 30 Minuten in der Mittagspause mit ihm spazieren wolle. Ich wäre doch schließlich in der Zeit bei ihm um die Ecke einkaufen. Waaaaaaaaaaaaah!!!! Schockstarre, wo bist du?

Es ist echt schlimm, wenn man das so selber mitbekommt was da verkehrt läuft in einem. Ich glaube manchmal, ich hab echt nen Vollschaden.

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