ich weiß nicht so recht

Ich bin zur Zeit ziemlich lädiert. Ich, die alte schreiben geht immer noch wenn nichts mehr geht-Tante kann nicht mehr schreiben. Ich will irgendwie nicht mehr schreiben, zumindest will ich es SO nicht mehr. Mein Weg den ich hier schreibenderweise angefangen habe hat sich so sehr verändert daß ich nicht mehr so recht weiß was ich hier noch soll. Es sollte alles so ganz anders werden als es geworden ist. Ich habe so viele Themen, ich schreibe jeden Tag unzähligen Kram aber keines dieser Dinge gehört hierher. Keines paßt und keines mag ich so recht auf dieser Plattform hergeben. Vieles schreibe ich derzeit in meinen Kopf, weil es zuviel ist um all das erst umständlich zu tippen und in allgemeingültige Worte zu fassen. Ich hätte nie gedacht daß es so schwer für mich ist, wenn ein kleines Stückchen Anonymität fällt, wenn ein paar Menschen wissen wer ich bin. Total dämlich, denn ich wünsche mir eigentlich nichts sehnlicher als endlich ich zu sein mit allem was dazugehört, mit allen Themen, Gedanken, Ecken und Kanten und dennoch hab ich wahnsinnige Angst es zuzulassen es zu zeigen, irgendwas zu zeigen außer den Sachen die ich zeigen kann. Ich könnte jetzt also einfach wie immer weglaufen, nochmal neu starten, neuer Blog neues Glück und wieder in den ewigen Kreislauf einsteigen den ich schon viel zu gut kenne. Ich könnte natürlich aber auch wider aller Angst hier weitermachen und all die anderen Dinge frech dazupacken. Hab ich das ein oder andere hier schließlich schon sehr liebgewonnen und mag nicht so wirklich weiterziehen.

Irgendwie erscheint mir beides falsch.

Ich muss noch ein bißchen darüber nachdenken

 

Kita des Grauens

Unsere Kita hat wohl den Arsch offen. Die sind sowas von leistungsorientiert ohne aber selber auch nur die einfachsten Sachen zu leisten die ich wiederum für selbstverständlich erachte. Also mal ganz vorne zB. ein empathischer Umgang mit den Kindern. Unsere Tochter geht seit 4 Jahren in diese Kita. Wir hatten in der Zeit weder ein Elterngespräch, noch kann uns die Erzieherin überhaupt sagen wer eigentlich die Freunde unserer Tochter sind oder mit was sie gerne spielt. Auch verlassen die Kinder das Grundstück nie um zb. mal spazieren zu gehen oder so. Aber wichtig ist daß sie jeden Tag Hausaufgaben üben, Kontrollbögen ausfüllen was sie schon können und sportlich getrimmt werden auf Urkundenerreichung. Sowas ist nämlich wichtig!

Die Kleinen haben hier mindestens 3x in der Woche Sport. Also so richtig Sport mit vorgegebene Tänze tanzen, Geräteturnen, Mannschaftssportarten und so.

Natürlich immer mit 100 Kindern gleichzeitig in der Turnhalle die alle brüllen, wuseln und schreien, immer zu doofen Zeiten zB. nach dem Mittag oder statt Mittagsschlaf. Oft fallen dafür Mahlzeiten aus und alle Routinen werden ständig über den Haufen geworfen. Meine Kleine ist jedesmal total durch wenn Sport war und das sind die Tage die sie am meisten haßt. Ich verstehe gar nicht, wie andere Kinder dann noch 5 Kurse extra am Nachmittag wuppen. Jeden Tag werde ich aufs ärgste belatschert ob ich sie nicht vor dem Sport abholen könne weil das so fürchterlich seie. Schon Abends hat mein Kind vor dem kommenden Tag, weil wieder Sport ist. Manchmal machen die auch einfach 2x Sport an einem Tag hintereinander. Das ist nämlich total wichtig, weil Kinder sich ja bewegen müssen! Tja, wenn sie sonst keine Bewegung bekommen in der Kita, kein Wunder.

Nun bekam ich einen Zettel einer hochengagierten Erzieherin mit, es wird noch ein weitere Sporteinheit geben mit einem von ihr ins Leben gerufenen leistungsorientierten Trainingslager zum späteren Erwerb des Sportabzeichens zusätzlich. Wir sollen doch bitte alle Kinder in einen Schwimmkurs stecken weil die noch bis Ende April (!) spontan einen Schwimmnachweis für 100m schwimmen für das Abzeichen benötigen. Wer das nicht hat, bekommt generell schon mal keines, muß aber dennoch mittrainieren und die Prüfungen ablegen. Die sind ja lustig, powern mein Kind täglich so aus daß Abends nichts mehr geht außer schreien und kreischen, Schwimmkurse sind hier für 2 Jahre ausgebucht und selbst wenn nicht würde ich ihr das nie antun. Außerdem kann mein Kind kann auch ohne Kurs und Nachweise und Abzeichen schwimmen.

Hat eigentlich irgendjemand mal die Kinder oder Eltern gefragt ob wir das wollen?

Das ist eine Kita und kein Trainingslager!

Ich sag euch, ich bin sooooo froh daß das bald vorbei ist.

Triggerthema Essenkontrolle

Ich lese immer wieder in diversen AntiABA Artikeln wie Kinder mittels Essenkontrolle gefügig gemacht werden sollen unter dem Deckmantel der Sorge. Das triggert ganz schön, sowohl als Mutter, als Autistin und als Opfer.

Ich kenne die Probleme die man mit Kindern hat, die nicht alles essen wollen und am allerwenigsten das was ich als besorgter Erziehungsberechtigter für angemessen halte. Auch wir haben die Regel daß alles was man noch nie probiert hat einmal in Mikromengen probiert werden soll, allerdings darf man es auch ausspucken wenns doof ist. Vieles schmeckt dann plötzlich doch. Diese Regel gilt übrigens für alle in der Familie und nicht nur für Kinder. Auch ich muss regelmäßig für mich total widerliche Sachen probieren zur Belustigung meines Kindes. Damit kommen wir gut klar. Dennoch ißt mein Kind weiterhin das was es meint zu essen und das ist idealerweise jeden Tag das selbe möglichst „geschmacksfreie“ Essen weil fast jedes Lebensmittel als zu scharf wahrgenommen wird. Und ob ihr es glaubt oder nicht, wer jetzt denken würde das Kind esse also den ganzen Tag Schokolade, Pudding, Nudeln oder Pfannkuchen irrt. Denn sowas gibt es in unserem Hause nicht mal und müßte sogar extra gekauft werden. Nicht weil wir so streng sind, sondern weil es wirklich keiner mag. Unser Kind ist in eine Familie hineingeboren in der jeden Tag Gemüse aller Art und andere gesunde Sachen für alle zum freien rummatschen und ausprobieren auf dem Tisch standen und Essen und naschen getrennt wurden und es hat sich in der Entwicklung jeder sein Spezialessen daraus gesucht. Also hätte es ja niemals etwas ungesundes werden können zum essen, oder?  Heute wählt das Kind rohes Gemüse ohne alles wenn ich Gemüse und Schoki auf den Tisch stelle. Nicht aus Angst, daß ich mecker, sondern weil es Gemüse einfach lieber mag.

Vielleicht haben wir auch nur Glück gehabt, vielleicht haben wir es schlau angestellt. Egal!  Vor allem aber läuft es hier essenstechnisch immer mit viel Spaß und absolut gewaltfrei.

Anders in meiner Entwicklung. Ich erinnere mich nicht mehr an vieles weil ich wirklich sehr sehr viel verdrängen mußte, aber ich erinnere mich deutlich an Essenskontrolle, an selbstgebaute Maulsperren aus Kochlöffeln und Menschen die mich als kleines Kind gewaltsam festhielten und Röhren mit Trichtern oben dran in denen mir Essen vor lauter angeblicher elterlicher Sorge mit Gewalt einverleibt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere wurde das sogar noch mit 13 Jahren mit mir gemacht.

Heute kommt es mir vor wie ein übler Traum, weil ich gar nicht verstehen kann und will daß Eltern soetwas tun können. Das kann doch nicht real sein. Ich bin doch auch Elter und ich kapier das einfach nicht. Aber es ist passiert. Und jetzt kommts, es passierte nicht weil ernsthafte Mangelerscheinungen drohten, sondern weil ich fast nur Obst und Gemüse aß und man sorgenvoll meinte da müssen auch noch Fleisch, Nudeln und Nachspeisen ins Kind weil das ja sonst nicht gesund wäre.

Man gebe dummen Menschen Macht und Werkzeuge…

 

Ich möchte nicht, daß soetwas in irgendeiner Weise jemals einem anderen Kind angetan wird. Auch nicht in abgeschwächter Form und schon gar nicht unter dem Deckmantel von Therapie und Sorge!

 

 

Weiterärger

Der Tag ist noch nicht zuende.
Ich habe nun ewig gebraucht um mich aufzuraffen Fitnesstudios in der Gegend herauszufinden, habe mich nicht mehr als nötig darüber aufgeregt daß ich Augenschmerzen von deren Webseiten bekomme, kaum einer von denen Preise und konkretere Beschreibungen ihrer Leistungen bzw. Geräte online für mich zum vergleichen hat…manch einer hat nichtmal Duschen!
Ich habe dennoch alle für mich gut erreichbaren brav per Email angefragt nach den Preisen.
Nun kommen die einen mit tatsächlich mit Horrorpreisen jenseits der 80€ für nix an Leistung bei 100 Jahren Festverträgen und das dollste sind nun auch noch diverse die mit wir nennen Ihnen unsere Preise nicht, rufen sie doch mal an dann können wir verhandeln.

Oh man, da will man sich eiiiiiin mal überwinden und schon ist mir die Lust vergangen überhaupt noch weiter zu machen, geschweige denn will ich die auch noch näher kennenlernen.

Tja, Sport frei!

Ich bin diesmal nicht dabei!

 

 

Beispieltext:

Sehr geehrte(r) Interessent(in),
wir haben Ihre Email bezüglich Ihres Interesses für unser Angebot erhalten.

Da sich unsere Beiträge auf Grund von Laufzeiten/Angebot der Nutzungsvielfalt/Partner-, Schüler- und Studentenrabatten etc. unterscheiden, würden wir Sie gerne telefonisch kennenlernen und Sie zu einem unverbindlichen, kostenlosen und persönlichen Beratungsgespräch in unserem Hause einladen. So können Sie sich auch gleich unser Studio ansehen und die Atmosphäre hier erfahren.

Bitte setzen Sie sich doch mit uns zwecks Terminvereinbarung in Verbindung unter der Telefonnummer XXXXX

Mit sportlichen Grüßen

Aufreger des Tages

Ich hasse Menschen die sich nicht um Regelverstöße scheren. Dabei bin ich gar nicht so ein Regelverstoßahndungsfreak wie manch andere Autisten, aber manchmal könnte ich Wände hochgehen.

Wir schreiben den 7.4.2016, ich möchte gerne meine Arbeitleistung meiner vollen abgearbeiteten Rezepte die über den 1.4.16 gehen vergütet sehen und mache also meine Abrechnung mit den Kassen. Es gibt zur Abrechnung meiner Krankenkassenrezepte feste Preislisten, die eine bestimmte Gültigkeitsdauer haben (wußtet ihr daß fast jede Kasse andere Preise für uns Therapeuten hat? Da gibts gute und schlechte auch bei den gesetzlichen Kassen)
Die Preisliste um die es geht ist nur gültig bis zum 31.03.2016 mit dem Zusatz daß ab 1.4. eine neue Preisliste gelten würde. Für jede Behandlung ab dem 1.4.2016 gelten diese alten Preise also nicht mehr, sondern die vermeintlich neuen etwas höheren Preise die noch festgelegt werden sollen. Also wenn es denn überhaupt neue Preise gäbe. Es gibt nämlich gar keine neuen Preise und schon gar keine Veröffentlichung dieser. Die Krankenkasse weiß davon nichts und auch sonst niemand.
Da steh ich nun ich armer Tor mit meinen Rezepten auf denen einige Behandlungen offiziell gar keiner Vergütungsliste entsprechen, weil ja nicht mehr gültig.
Ich habe also gestern erfolglos wild rumtelefoniert und eine Mail an meinen Verband geschickt, was das soll und ob sie was wüßten oder sich zumindest kümmern könnten. Denn genau dafür sind die eigentlich da.
Antwort: das wäre alles gar nicht so schlimm, die Preislisten würden schon irgendwann kommen. Ich solle doch meine Abrechnung einfach verschieben.
Die Praxis mit der ich zusammenarbeite findet das auch nicht weiter schlimm.
Aaaaaaaargh!!!
Nicht daß ich für meine Behandlungen monatelang nicht vergütet werde, obwohl ich meine Leistung schon lange in vollem Umfang erbracht habe, nun soll ich also noch weiter warten weil „das nicht so schlimm seie“ und andere trödeln?
Jeder Patient der keinen Tag rechtzeitig seine Zuzahlung zahlt bekommt Mahngebüren, aber bei den Kassen ist das ja was anderes. Da kann man ja warten, alles nicht so schlimm.
Für mich ist es sehr schlimm auf mein sauer verdientes Geld zu verzichten und ich finde es besonders schlimm daß es niemand schlimm zu finden scheint außer mir.

Das sind Verträge nicht von irgendeiner Privatperson, sondern von den gesetzlichen Krankenkassen und wenn neue Preise ab 1.4. im alten Vertrag vereinbart wurden, bestehe ich darauf auch allerspätestens am 1.4. davon zu erfahren, eher noch vorher.
Das geht nicht daß man da einfach nur ein bißchen noch warten solle auf irgendwann wird das schon.

Einen Besen fress!

Aber vielleicht stell ich mich ja auch nur besonders schlimm an